Netzwerken ist das A und O

Freelancer, Freiberufler und Start Ups –warum Netzwerken heute das A und O ist und wie man es lern

Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat. Networking (oder zu Deutsch: Netzwerken) ist aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Warum das Ganze aber so wichtig ist und wie auch Du vom Netzwerken profitieren kannst, erfährst du in unserem Artikel.

Inhalte

  1. Was ist Networking?                                                                                                                                     
  2. Unterschiede zwischen privatem und beruflichem Networking                                                   
  3. Wie funktioniert Networking?                                                                                                                   
  4. Agenten und Agentinnen – der Mittelpunkt eines Netzwerks                                                         
  5. Kontakte pflegen                                                                                                                                           
  6. Wie man zum Profi Networker wird                                                                                                         
  7. Mit wem sollte ich netzwerken?                                                                                                               
  8. Tipps im aktiven Networking                                                                                                                     

 

Was ist Networking?

Als Networking beschreibt man den Aufbau und die Aufrechterhaltung zwischenmenschlicher Kontakte. Dabei ist es egal, ob es sich um private oder berufliche Kontakte handelt – Netzwerken kann man also durchaus auch im privaten Bereich. Sei es mit dem Nachbarn, mit Freunden oder der Familie. Finden sich hier gemeinsame Interessengebiete, so entsteht zwangsläufig ein Netzwerk dessen.

Unterschiede zwischen privatem und beruflichem Networking

Networking im privaten oder beruflichen Umfeld unterscheidet sich jedoch im jeweiligen Themengebiet und in der Intention des Networkings.

Private Gespräche drehen sich eher um Hobbys oder persönliche Themen und verfolgen das Ziel, die Beziehung zu festigen und gemeinsame Interessen nachzuverfolgen.

Das berufliche Networking zielt natürlich auf etwas anderes ab: den Ausbau der eigenen Karriere. Hierzu nutzt man zumeist berufliche Events und Veranstaltungen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Denn nicht selten ergeben sich aus dem Gespräch neue Karrierechancen und Möglichkeiten.

Wie funktioniert Networking?

Aller Anfang ist schwer? Nein, nicht zwingend. Denn findet das Netzwerken erst einmal einen vernünftigen Start, so kann der Aufbau der Kontakte ganz schnell gehen.

Nehmen wir ein anschauliches Beispiel: Person 1 startet das Netzwerken mit Person 2. Dies sind direkte Kontakte. Doch Person 2 wiederum kennt auch noch eine andere Person 3, und vermittelt auf Grund gleicher beruflicher Interessen den Kontakt zwischen Person 1 und Person 3. Hier profitiert Person 1 von dem Kontakt eines Kontaktes. Nicht selten hört man schließlich auch im Bekanntenkreis, dass jemand durch das sogenannte „Vitamin B“ – also Kontakte – eine berufliche Chance ergreifen konnte.

Es lohnt sich also in jedem Fall, und auch in jeder Branche, ein gewisses Netzwerk vielversprechender Kontakte aufrecht zu erhalten.

Agenten und Agentinnen – der Mittelpunkt eines Netzwerks

Zu jedem guten Netzwerk gehört ein sogenannter Agent bzw. eine Agentin. Dies ist der Begriff für eine Person, welche eine Großzahl an Kontakten sammelt und pflegt. Sie haben ein beachtliches Netzwerk aufgebaut und die Vorzüge dessen längst erkannt.

Es ist ratsam, sich an genau solche Personen zu halten. Sie ermöglichen einem einen Zutritt zu neuen Netzwerken und multiplizieren die eigenen Verknüpfungen und Kontakte beinahe mühelos. Möchte man also ein Netzwerk auf- und ausbauen, ist eine gute Beziehung zu den Agentinnen und Agenten stets ratsam.

Kontakte pflegen

Wie im privaten Leben auch, funktionieren geschäftliche Kontakte ebenfalls nur dann, wenn beide Seiten die Beziehung aufrecht erhalten. Andernfalls schlafen die Beziehungen ein, man entfremdet sich und der Kontaktaufbau war letztlich doch zwecklos. Es ist also sinnvoll, sich hin und wieder bei der anderen Person zu melden, um genau diese Entfremdung zu vermeiden.

„Wer Informationen teilt, hat Macht. Teilt alles mit allen. Je wertvoller Eure Informationen sind, desto besser. Wer etwas teilt, baut ein Netzwerk auf. Ein Netzwerk führt zu Zusammenarbeit, Zusammenarbeit führt zu Kreativität und Innovation – und die verändern die Welt.“

Marissa Mayer

Wie man zum Profi Networker wird

Es gibt natürlich kein patentiertes Rezept, durch welches jeder zum Networking Profi wird. Dennoch gibt es ein paar Richtlinien und Tipps, bei denen es sich lohnt, sie zu verinnerlichen.

  1. Ziele definieren: Bevor man mit dem Networking startet, sollte einem klar sein, welches Ziel man damit verfolgt. Denn: „Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen.“
  2. Nicht sofort zu viel erwarten: Auch wenn das Netzwerken ein Ziel verfolgt und man vielleicht auch mit einem Job im angesagten Unternehmen des Gegenübers liebäugelt, sollte man nach einem ersten Gespräch nicht gleich ein Jobangebot erwarten. Von langfristigem Kontakt profitiert man dafür umso mehr. Das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt.
  3. Kontaktpflege: Kontaktpflege ist essenziell. Wie schon bereits benannt, schlafen Beziehungen ohne Kontakt schnell ein. Das sollte bestmöglich vermieden werden. Kontakte sollten gepflegt und wenn möglich auch vertieft werden.

Mit wem sollte ich netzwerken?

Stecke dir Ziele: fürs Netzwerken und fürs Leben. Anhand dieser zwei Merkmale solltest du auch dein soziales Umfeld beim Networking wählen. Denn im besten Fall sind das entweder Personen, die gleiche Interessen pflegen und ähnliche Ziele verfolgen oder aber Personen, die schon dort sind, wo du eines Tages hin möchtest.

Mit zuerst benannter Personengruppe kannst du dich fortlaufend austauschen und voneinander lernen. Wissen ist nicht beschränkt und je mehr du aus solchen Gesprächen mitnehmen kannst, desto interessanter wirst du als Person für andere.

Die zweite Personengruppe sind die, die bereits dort sind, wo du eines Tages hin möchtest. Von ihnen lernst du mit Challenges des Berufslebens umzugehen und sie bestmöglich zu beseitigen. In Bezug auf den Job können sie dich vieles lehren. Außerdem ebnen sie dir womöglich den Weg in Richtung deines Traumjobs.

 

Tipps im aktiven Networking

Offline Networking: passende Anlässe

Nutze adäquate Anlässe und Veranstaltungen, um dich bei geeigneten Personen vorzustellen und eine Bindung aufzubauen. Dies kann sowohl intern innerhalb einer Firma, oder auch extern stattfinden. Hier einige Beispiele:

  • Internes Kontaktknüpfen: Betriebssport, Betriebsausflüge, Mittagessen, Weihnachtsfeier, Seminare
  • Externes Kontaktknüpfen: Weiterbildungen, Universitäten, Fachveranstaltungen, Messen

Online Netzwerken

Heutzutage findet Netzwerken zum Großteil auch online statt. Mittlerweile gibt es einige Social Media Portale, die genau darauf ausgerichtet sind (beispielsweise LinkedIn oder Xing). 

Tipps für Dich:

Facebook-Gruppe Gründer & Startups mit knapp 10.000 Mitgliedern ist die perfekte Plattform, um dich auszutauschen, Businesspartner finden, Finanzierungsfragen klären usw. Hier geht es zur Gruppe

Strategie und Vorbereitung

Egal für welche Form des Networkings du dich entscheidest, sei dabei gut vorbereitet. Setze dir Ziele und beantworte dir die Fragen, was du durch ein Netzwerk erreichen möchtest, wo du langfristig gesehen hin möchtest und wie dir die Kontakte dabei behilflich sein können.

Qualität statt Quantität

Es ist nicht ratsam, einfach auf blauen Dunst tausende Verknüpfungsanfragen und vorgefertigte Texte per Social Media an etwaige Kontakte zu versenden. Ein unpersönliches Massenanschreiben führt bei dem Gegenüber allenfalls zu Abneigung und Desinteresse. Lieber sollte man sich etwas Zeit nehmen, die richtigen Kontakte recherchieren und persönliche bzw. passende Nachrichten verfassen. Nur so profitiert man vom Netzwerk.

Softskills

Achte auf Höflichkeit und gepflegte Umgangsformen. Höre deinem Gegenüber aktiv zu, also unterbrich ihn nicht in seinem Gespräch und reagiere stets interessiert.